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Dennenesch Zoudé in Addis Abeba, Äthiopien geboren, lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr mit ihren Eltern in Deutschland. Schon als Mädchen will sie im Kindergarten nichts anderes als auf die Bühne. Ihre Eltern sind allerdings der Meinung, dass Schauspielerin kein vernünftiger Beruf sei. So drängen sie ihre Tochter nach dem Abitur dazu, erst einmal ein Studium zu absolvieren. Die Berlinerin sucht sich das kürzeste Studium aus, das sie finden kann und lässt sich zunächst zur Wirtschaftkorrespondentin ausbilden. Ihren Wunschberuf, die Schauspielerei, verliert sie jedoch nicht aus den Augen.
Nach erfolgreich bestandenem Studium erfüllt sie sich endlich ihren Traum. Am „Neighbourhood Playhouse, School of Theater, New York“ studiert sie Schauspiel.
Erste Schauspiel-Erfahrung sammelte D.Zoudé gleich in der Hauptrolle 1986 mit ihrem Theaterdebüt im Stück „Lysistrata“ bei Jürgen Benecke. Sie glänzt am Ernst-Deutsch-Theater in dem Hemingwaystück „Die fünfte Kolonne“ unter der Regie von Christian Kohlund und 2002 und 2003 als Buhlschaft bei den Berliner Jedermann-Festspielen in „Jedermann“ von Brigitte Grothum.
In der Surferserie „Gegen den Wind“ (1994 – 1996) macht sich Dennenesch Zoudé im Fernsehen schließlich einen Namen.
Aber auch in Fernsehfilmen, kann sie ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, wie in „Eine unmögliche Hochzeit“, „Stan Becker“, „Der Hochstapler“ und „Der geheime Zeuge“, in dem Tatort „Blüten aus Werder“, „Ein starkes Team“, und „Das Familiengeheimnis“. Von 2000 – 2002 ermittelt D.Zoudé als Deutschlands erste dunkelhäutige TV-Kommissarin Carol Reeding im „Polizeiruf 110“. Besondere Beachtung fand 2007 der ARD-Film „Meine Mutter, tanzend“: Dennenesch Zoudé in der Rolle der Stella, die auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist.
Doch auch das Kino entdeckt Dennenesch Zoudé. Michael Gwisdek engagiert sie 1995 für „Abschied von Agnes“, im gleichen Jahr spielt sie in Peter Timms „Liebe macht Schule“ und 1999 übernimmt sie eine Hauptrolle in dem Roland Suso Richter Film „Sara Amerika“. Zuletzt war Dennenesch Zoudé im Jahr 2000 in der amerikanischen Produktion „Equilibrium“ (Regie Kurt Wimmer) auf der Kinolandwand zu sehen.
Dennenesch Zoudé ist es gelungen, nicht nur auf ihre Hautfarbe oder ihr exotisches Aussehen reduziert zu werden. Sie engagiert sich als Botschafterin für „SOS Kinderdorf“ und den „United Buddy Bears“ und fliegt – wann immer es die knappe Zeit erlaubt – zu ihren Verwandten nach Äthiopien, um das Gemeinschaftsgefühl und die Herzlichkeit ihres Volkes mit in den deutschen Alltag zu nehmen, überhaupt ist Reisen ihr liebstes Hobby.
Dennenesch Zoudé ist verheiratet mit dem Regisseur Carlo Rola.
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